Ohr
Klinik Tiefenbrunnen

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Eine Ohrplastik für mich oder mein Kind?

Abstehende Ohren wirken in unserer westlichen Welt eher unvorteilhaft und können bei Kindern, aber auch Erwachsenen, der Grund für Spott und Ausgrenzung sein. Bei Kindern lösen sie zudem Scham und Minderwertigkeitsgefühle aus und können erheblichen psychischen Stress bedeuten.

Abstehende Ohren sind durch eine angeborene Fehlformung der Ohrknorpel oder durch eine ungleiche Entwicklung einzelner Knorpelteile bedingt und sind die am häufigsten vorkommende Fehlbildung der Ohren.

Mit einer Operation lässt sich der Ohrknorpel neu formen und das Ohr anlegen. Dieser Eingriff kann in jedem Alter vorgenommen werden. Da der Eintritt in die Schule ein wesentliches Ereignis für die Kinder darstellt, sollte aus psychischen Gründen eine operative Korrektur vor Schuleintritt erfolgen.

Was passiert bei der Operation eigentlich?

Da bei den abstehenden Ohren meist die Hauptfalte der Ohrmuschel, die sogenannte Anthelix, entweder zu schwach ausgebildet ist oder ganz fehlt, muss der Ohrknorpel neu geformt und in dieser neuen Form fixiert werden. Der Ohrmuschelknorpel wird bei der von uns bevorzugten Technik von einem verdeckten Schnitt hinter dem Ohr ausgehend der Knorpel freigelegt und ausgedünnt, bis sich der Knorpel in die gewünschte Form legen lässt. Dann wird er mit feinen Nähten fixiert. Anschliessend wird die Haut mit einer fortlaufenden Naht verschlossen.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Die Operation kann bei Erwachsenen und Schulkindern unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Sollten Sie jedoch für sich oder Ihr Kind eine Vollnarkose bevorzugen, ist dies selbstverständlich möglich. Der Eingriff wird bei Kindern und Erwachsenen ambulant oder kurzstationär durchgeführt. Sie kommen und gehen am Tag der Operation oder nehmen Ihr Kind am Abend wieder mit nach Hause. Auf Wunsch können Sie die Klinik auch erst am Tag nach der Operation wieder verlassen.

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?

Auf die Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Es ist allerdings gut, wenn Sie sich ein breites, weiches Stirnband besorgen, welches Sie dann nach der Operation über Ihren Ohren tragen können. Ausserdem sollten Sie 10 Tage vor der Operation keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie z. B. Aspirin. Wie verläuft die Operation? Für die örtliche Betäubung ist ein kleiner, kaum schmerzhafter Einstich hinter dem Ohrläppchen erforderlich. Zusätzlich wird die Haut in der Ohrmuschel betäubt. Der Hautschnitt und die Nähte sind nicht zu spüren. Nach Formung und Fixierung des Ohrknorpels mit bleibenden Nähten, wird die Hautwunde verschlossen. Bei beiderseits abstehenden Ohren wird zunächst eine Seite, dann die andere fertiggestellt. Der Eingriff dauert etwa 120 Minuten. Im Anschluss an die Operation werden beide Ohren mit einem Turban- Verband fixiert.

Was passiert nach der Operation?

Unmittelbar nach der Operation ist nur mit leichten Schmerzen zu rechnen. Der Verband wird nach 8-10 Tagen das erste Mal abgenommen. Beim Abnehmen des Verbandes müssen Sie von bläulichen Verfärbungen und einer gewissen Schwellung ausgehen. Beides bildet sich innerhalb von einigen Tagen zurück. Die Hautfäden werden nach 10 Tagen in der Praxis entfernt. Beim Schlafen und Liegen sollte die ersten drei Wochen immer ein weiches Stirnband getragen werden, damit es zu keiner Abknickung der Ohrmuschel kommt. Ausserdem sind die Ohren solange noch leicht geschwollen und berührungsempfindlich. Auf körperliche Anstrengung sollte für etwa 2 Wochen, auf starke Sonneneinstrahlung oder Kälteeinwirkung 6–8 Wochen verzichtet werden. Das Endresultat ist in der Regel erst nach 2–3 Monaten erreicht.

Welche Komplikationen können entstehen?

Trotz grösster Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. Sollten Sie nach der Operation starke Schmerzen haben, so kann dies auf einen zu engen Verband, einen Wundinfekt oder auf einen Bluterguss hinweisen. Dies muss dann vom Arzt kontrolliert werden. Ein Bluterguss kann in den meisten Fällen punktiert werden und erfordert nur in Ausnahmefällen eine nochmalige Operation. Eine vorübergehende Störung der Berührungsempfindung ist normal und verschwindet nach einiger Zeit von selbst. Sehr selten entsteht bei entsprechender Veranlagung eine Narbenwucherung. Die kosmetischen Ergebnisse nach einer Ohrmuschelkorrektur sind meist sehr gut, aber kein Ohr gleicht dem anderen und so sind auch nach einer Ohrkorrektur gelegentlich leichte Asymmetrien vorhanden.

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